Alzheimer-Krankheit: Symptome, Diagnose & Behandlung

Alzheimer-Krankheit: Symptome, Diagnose & Behandlung

Zu den am weitest verbreiteten Demenzkrankheiten gehört die sogenannte Alzheimer Krankheit, benannt nach dem Psychiater und Neuropathologen Alois Alzheimer, der sie 1901 als Erster diagnostizierte. Sie tritt in fortgeschrittenem Alter auf, gehört also zu den Alterskrankheiten, an der mehr Frauen als Männer erkranken. Es handelt sich dabei um eine Schädigung des Gehirns, die bei den Betroffenen dazu führt, dass sie neue Eindrücke nicht mehr verarbeiten können.

Mit fortschreitendem Verlauf erkennen Alzheimer-Patienten oftmals nicht einmal mehr nahe Angehörige und wissen nicht, wo sie sind, was sie gerade tun oder welche Uhrzeit jetzt ist. Als Folge leiden die Erkrankten unter starken Angstzuständen, Wahnvorstellungen, Depressionen und Aggressionen.

Körperlich kann sich Alzheimer in Muskelzuckungen bemerkbar machen, auch Anzeichen, die dem Parkinson-Syndrom ähneln, können auftreten.

Sprachstörungen und die Unfähigkeit, sich zu artikulieren, sind weitere Symptome für eine Erkrankung.

Die Entstehung von Alzheimer ist noch nicht restlos geklärt. Es wird vermutet, dass sowohl genetische Faktoren als auch vermeidbare Risiken wie Bluthochdruck, Übergewicht und übermäßiger Alkohol- und Tabakgenuss für die Ablagerung schädlicher Eiweiß-Stoffe im Gehirn verantwortlich sind. Durch diese Eiweiße sterben Gehirnzellen ab, und sie verursachen eine Veränderung der Gehirn-Botenstoffe, der sogenannten Neurotransmitter. Der Krankheitsverlauf ist schleichend, im Anfangsstadium werden die Symptome, die sich mit zunehmendem Alter verstärken, deshalb meist übersehen.

Die Diagnose einer Alzheimer Erkrankung erfolgt durch die Befragung des Patienten, soweit das möglich ist, und der Angehörigen. Medizinische Tests wie Computertomografien, Blutuntersuchungen und Untersuchungen des Gehirnwassers können eine Diagnose ebenfalls erhärten.

Eine Heilung gibt es bisher nicht. Durch den Einsatz geeigneter Medikamente wie Acetylcholinesterase-Hemmer und Memantin, den sogenannten Antidementiva, können die Symptome gemildert und der Krankheitsverlauf verlangsamt werden. Ziel ist es, die Selbstständigkeit des Patienten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Als unterstützende Maßnahmen werden Krankengymnastik, Ergotherapien und Sprachtherapien verordnet, um dem Erkrankten soziale Aktivitäten zu ermöglichen. An der Entwicklung einer vorbeugenden Impfung wird derzeit noch geforscht.

 

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