Die Suche nach dem gefährlichen Ehec-Erreger geht weiter!

Die Suche nach dem gefährlichen Ehec-Erreger geht weiter!

Seit knapp drei Wochen richtet der Erreger nun schon verheerenden Schaden an. Betroffen sind nicht nur die infizierten und zum Teil todkranken Menschen, sondern auch Gemüsebauern, die erhebliche wirtschaftliche Verluste erleiden und die Krankenhäuser, die am Rand ihrer Belastungsgrenze arbeiten. Der Ursprung des Bakteriums und sein Weg bleibt jedoch weiterhin rätselhaft. Nach Gurken gerieten zunächst auch Tomaten und Blattsalate unter Generalverdacht und schließlich die Sprossen aus einem Betrieb aus Bienenbüttel.

Die Hoffnung, den Keim eindeutig in den Sprossen nachweisen zu können, hat sich bisher nicht erfüllt. In keiner der 40 entnommenen Proben wurde das Bakterium entdeckt. Dabei schien die Spur heiß zu sein. Die Vertriebswege und -ziele der Sprossen können mit den Erkrankungen in Zusammenhang gebracht werden. Auch die Tatsache, dass nach der ersten Mitarbeiterin eine weitere Mitarbeiterin des Hofes an Ehec erkrankt ist, weist auf den Hof als mögliche Quelle. Darüber hinaus waren Sprossen vor mehr als zehn Jahren für eine Ehec-Epidemie in Japan verantwortlich und bereits damals wurde festgestellt, dass die Herstellungsbedingungen der Sprossen das Bakterienwachstum begünstigen.

Dennoch: die ersehnte Gewissheit hat die Untersuchung der Sprossen bislang nicht gebracht, daher wird die Suche fortgesetzt. Die Zahl der Neuerkrankungen stagniert zwar, weitere Infektionen und Todesfälle können jedoch nicht ausgeschlossen werden, so Gesundheitsminister Daniel Bahr. Letztendlich ist nicht klar, ob die Zahl der Neuinfektionen nur durch das vorsichtige Verhalten der Bürger rückläufig ist oder ob die Keimquelle versiegt ist.

Die neueste Entwicklung rückt wieder Gurken in den Fokus. Im Biomüll einer erkrankten Familie aus Magdeburg wurde der Ehec-Erreger auf Gurkenresten gefunden. Dabei ist allerdings nicht eindeutig festzustellen, ob die Gurken von vornherein Träger des Bakteriums waren oder ob sie erst in der Tonne damit in Berührung gekommen sind. Nach 26 Todesfällen und über 2000 erkrankten Menschen bleibt zu hoffen, dass die Ursache für die Verbreitung des Keims endlich gefunden wird.

 

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