Gesundheitsprüfung bei der privaten Krankenversicherung

Gesundheitsprüfung bei der privaten Krankenversicherung

Wer in eine private Krankenversicherung wechseln möchte, der muss sich beim Wechsel in eine private Krankenversicherung zunächst einmal den Gesundheitsfragen der privaten Krankenkasse stellen. Diese Prozedur ist obligatorisch und dient einerseits der Berechnung des Beitrages nebst eventueller Risikozuschläge, zum anderen auch dazu, damit die Krankenversicherung ein mögliches wirtschaftliches Risiko durch hohe Krankenkosten direkt vermeiden kann.

Anders als bei den gesetzlichen Krankenversicherungen gibt es keine öffentlichen Zuschüsse oder staatliche Zusatzzahlungen an die Krankenversicherung, dass bedeutet, die private Krankenversicherung ist einzig und allein auf die Einnahmen aus den Beitragzahlungen angewiesen. Aus diesem Grunde muss die private Krankenversicherungsgesellschaft besonders wirtschaftlich mit ihrem jeweiligen Budget umgehen. Um von vorneherein wirtschaftlich nicht lohnenswerte Kunden zu verhindern, gibt es die Gesundheitsfragen.

Bei einem Wechsel in eine private Krankenversicherung werden vor der Aufnahme in die Krankenkasse, und somit als Bedingung der Aufnahme Fragen zur Lebensweise erfragt, so beispielsweise, ob der Kunde Raucher oder Nichtraucher ist, ob er regelmäßig Alkohol trinkt oder nicht, ob er Übergewicht hat, ob er unter hohen Blutdruck leidet und ob er regelmäßig Sport treibt oder unter Rückenschmerzen leidet. Auch Fragen nach vorherigen Operationen und Krankenhausaufenthalten nebst Diagnose werden erfragt. Aus der Analyse der gewonnenen Daten erstellt die Krankenversicherung dann eine sogenannte Risikobewertung, nach der sich einerseits bei Aufnahme in die private Krankenversicherung der Beitrag errechnet oder nach der sich eine Ablehnung der Mitgliedschaft ergibt.

Abgelehnt wird beispielsweise ein Kunde, der schon mehrere Herzinfarkte hatte, der bereits dialysepflichtig ist oder dergleichen. Jede Entscheidung über die Aufnahme oder Nichtaufnahme ist jedoch eine Einzelfallentscheidung, die sich an der Schwere der Diagnose, der Prognose des Krankheitsverlaufs und an dem Lebensalter des Neukunden orientiert. So wird ein junger übergewichtiger Mann eher aufgenommen als ein übergewichtiger älterer Mann.

Die Gesundheitsfragen müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden, da die Krankenversicherung bei bekannt werden einer bewussten Falschangabe von dem Vertrag zurücktreten kann. In jedem Fall dienen die Fragen jedoch auch dem zukünftigen Krankenkassenmitglied, denn die Krankenversicherung kann so den Beitrag stabil halten.

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