Gesundheitsratgeber im Fernsehen

Gesundheitsratgeber im Fernsehen

Trotz der rasanten Veränderungen in der Medienwelt und des Siegeszuges des Internets sind Gesundheitsratgeber noch immer feste Bestandteile der deutschen Fernsehprogramme. Informativ beleuchten sie Themen von der Behandlung des Heuschnupfens bis hin zur Krebsvorsorge und sprechen so große Teile der Zuschauer an.

Der Doktor hat Ihnen etwas zu sagen

Unter dem Titel „Der Doktor hat Ihnen etwas zu sagen“ – aus heutiger Sicht durchaus skurril – wurde 1953 die erste medizinische Ratgebersendung im deutschen Fernsehen ausgestrahlt; ein reichliches halbes Jahrhundert später erfreuen sich diese Formate noch immer großer Beliebtheit. Maßstäbe setzten im Fernsehprogramm des ZDF das „Gesundheitsmagazin Praxis“, das seine Zuschauer ab 1964 bis ins Jahr 2004 monatlich über aktuelle medizinische Themen informierte. Das im DDR-Fernsehen ausgestrahlte Pendant, das Gesundheitsmagazin Visite, war ähnlich beliebt und erreichte Einschaltquoten von über 20 Prozent.

Von Allergie bis Zyste

Heutige Ratgeber-Formate wie „Hauptsache gesund“ (MDR) oder „Ratgeber Gesundheit“ (ARD) thematisieren das gesamte Spektrum der verschiedensten Erkrankungen, ihrer Behandlung sowie der Vorsorge. Die umfassende Themenvielfalt ist zugleich die Erklärung für den ungebremsten Zuschauerzuspruch quer durch alle Altersschichten, den diese Formate erfahren. So sind es mitnichten nur die Senioren, die Ratgebersendungen zum Thema Gesundheit im Fernsehen verfolgen, sondern verstärkt auch jüngere Menschen, die mit Beiträgen unter anderem zur Behandlung von Allergien oder der Stressprävention angesprochen werden.

Wobei die Zeiten des erhobenen Zeigefingers vorbei sind. Hatte im Fernsehprogramm früherer Zeiten der Doktor dem Zuschauer etwas zu sagen, hört der Mediziner in aktuellen Formaten dem Zuschauer zu, wenn dieser telefonisch im Studio seine Fragen direkt an die Ärzte stellen kann und fundierte Auskünfte erhält.

Das TV-Gerät ersetzt nicht den Gang zum Arzt

Dank einer gesünderen Lebensweise, einer ausgeglicheneren Ernährung sowie der stärkeren Sensibilisierung zur medizinischen Vorsorge stieg in den letzten 100 Jahren die Lebenserwartung auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik um ca. 30 Jahre. Einen gewissen Anteil an dieser Entwicklung kann durchaus auch den verschiedenen Ratgeber-Formaten in den Fernsehprogrammen zugeschrieben werden, wenngleich sie den Gang zum Arzt nicht ersetzen können. Und Vorsicht: Paare sollten es sich gründlich überlegen, ob sie in ihrem Schlafzimmer ein Fernsehgerät aufstellen möchten. Laut „Focus“ wirkt Fernsehen im Bett als wahre Libido-Bremse. Paare ohne Fernsehapparat im Schlafzimmer haben demnach doppelt soviel Sex wie Paare, die auf das Fernsehen im Bett nicht verzichten wollen…

 

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