Haarpflege selbst gemacht

Haarpflege selbst gemacht

Die gründliche Haarpflege gehört sowohl bei langen als auch bei kurzen Haaren zum täglichen Pflichtprogramm. Leider enthalten viele Haarpflegeprodukte Inhaltsstoffe wie Silikone und Tenside, die nicht nur dem Haar mehr schaden als nutzen, sondern bei einer langfristigen Anwendung auch die Kopfhaut angreifen. Die Haare werden trocken und verlieren an Glanz. Um dies zu verhindern suchen immer mehr Menschen eine Alternative, dabei sind Shampoos mit Hilfe von Heilpflanzen ohne Tenside und Silikone ganz leicht selbst herzustellen.

Waschnuss-Sud als Shampoo

Vor allem in Indien und in anderen asiatischen Ländern hat sich die Waschnuss schon lange als bewährtes Mittel zur Körperpflege durchgesetzt, während sie in Europa in der Regel zur Textilwäsche eingesetzt werden. Aber auch als Shampoo lässt sich sich Waschnuss-Sud sehr gut verwenden. Waschnüsse findet man in jedem Bioladen, teilweise jedoch auch in normalen Supermärkten. Für ein Shampoo sollten 15 halbe Waschnüsse zusammen mit einem Liter Wasser und zwei Esslöffel Zitronensaft oder Essig in einem Top aufgekocht und anschließend über Nacht im Topf abgekühlt werden. Die Flüssigkeit sollte am nächsten Tag eine goldene Farbe angenommen haben, die Nüsse können weggeworfen werden. Um dem Shampoo einen anderen Duft zu verliehen, können wenige Tropfen eines ätherischen Öls verwendet werden.

Haarpflege aus Seifenkraut

Seifenkraut ist vor allem in der Medizin und als Ersatz für Seife bekannt, richtig angewandt kann es jedoch auch hervorragend die Haare pflegen. Die reinigende Wirkung erhält das Kraut durch die hohe Konzentration der Saponinen, die im Übrigen auch dafür verantwortlich sind, dass es in Verbindung mit Wasser schäumt. Dafür ist nicht unbedingt die frische Wurzel des Seifenkrauts nötig, auch getrocknete Seifenkrautwurzeln können für einen Absud verwendet werden. Diese erhält man in der Regel in der Apotheke. Um ein Shampoo herzustellen kocht man das Seifenkraut mit einem halben Liter Wasser auf und lässt die Flüssigkeit köcheln, bis sie sich halbiert. Um die Flüssigkeit anzudicken empfiehlt sich etwas Guarkenmehl, Xanthan oder Nestargel hinzuzugeben.

Weitere Shampoos aus Naturkosmetik

Wer nicht extra in den Bioladen gehen möchte, kann sich auch ein sehr wirkungsvolles Shampoo aus Honig und Ei mischen. Dazu wird ein Eigelb mit einem Teelöffel Honig verrührt und schließlich in das Haar einmassiert. Nach ein einigen Minuten Einwirkzeit kann das Shampoo gründlich ausgespült werden.

Auch Lavaerde eignet sich hervorragend zur Haapflege. Die Tonerde wird einfach mit drei Esslöffel Wasser vermischt, sodass eine gelartige Flüssigkeit entsteht. Besonders bei strapazierter Kopfhaut oder wenn vorher silikonhaltige Shampoos verwendet wurden, kann die Pflege mit Lavaerde Wunder wirken.

 

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