Paracetamol: Wirkung und Nebenwirkungen

Paracetamol: Wirkung und Nebenwirkungen

Paracetamol gehört neben Ibuprofen und Acetylsalicylsäure auf der gesamten Welt zu den am meisten eingesetzten Schmerzmitteln.

Paracetamol wird der Gruppe der sogenannten Cyclooxygenase-Hemmstoffe zugerechnet und wird bei leichten bis mäßig starken Schmerzen eingesetzt.

Es wird auch bei Kindern eingesetzt, denn es ist sehr gut verträglich und senkt gleichzeitig Fieber.

Im Vergleich zu den anderen beiden Wirkstoffen ist die Abhilfe bei Schmerzen, welche entzündungsbedingt sind, weniger Gut. Zum Beispiel gehören dazu rheumatische Erkrankungen. Chemisch wird Paracetamol auch als 4-Acetamidophenol oder N-acetyl-para-aminophenol bezeichnet.

Wirkung von Paracetamol

Wie bei vielen anderen Arzneimitteln war, trotz einem langen Einsatz, der Wirkmechanismus lange Zeit unbekannt. Auch in der heutigen Zeit ist noch nicht jedes Detail ganz enträtselt. Die Anwendungsgebiete sind beispielsweise Zahnschmerzen, Regelschmerzen, Migräne, Kopfschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündung, Schnupfen und Erkältungskrankheiten. Paracetamol hemmt die Cyclooxygenase Cox-2 und dies ist ein körpereigener Stoff, wo die Produktion von schmerzverstärkenden und entzündungsfördernden Prostaglandinen angekurbelt wird.

Es müssen jedoch weitere Mechanismen an der Wirkung beteiligt sein, denn die hemmende Wirkung ist im Vergleich nur schwach. Ein Kombinationspräparat zusammen mit Coffein soll die schmerzlindernde Wirkung verstärken. Paracetamol ist gut verträglich und arm an Nebenwirkungen, wenn die empfohlene Dosis eingehalten wird. Eine Verkrampfung der Luftwege mit Luftnot, allergische Reaktionen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Störungen der Blutbildung und ein Anstieg der Leberwerte treten selten bis sehr selten auf.

Nebenwirkungen von Paracetamol

Schwere Nebenwirkungen kann allerdings eine Überdosierung von Paracetamol haben. Falls ein Erwachsener täglich mehr als 7,5 Gramm und einmalig mehr als 10-12 Gramm einnimmt, dann kann die Leber schwer geschädigt werden. Rezeptfrei können kleine Mengen in der Apotheke gekauft werden und nur in größeren Packungen ist der Wirkstoff verschreibungspflichtig. Eine gleichzeitige Einnahme von potenziell leberschädigenden Substanzen oder Alkoholmissbrauch ist während der Einnahme zusätzlich kritisch.

Seltene Nebenwirkungen sind Hautrötungen und sehr seltene Nebenwirkungen sind allergische Reaktionen mit Hautausschlag. Vereinzelte Nebenwirkungen sind Wassereinlagerungen im Gesicht, eine Verminderung aller weißen Blutkörperchen, Schweißausbrüche, Asthma, Fehlen von Granulozyten und die Verminderung von allen Blutzellen.

 

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