Wellness: die Verbesserung der eigenen Lebensqualität

Wellness: die Verbesserung der eigenen Lebensqualität

Zählen Sie einmal mit. Wie oft begegnet Ihnen an einem Tag das Wort “Wellness”? In der Zeitung werben Reiseveranstalter für Wellnessurlaub und Wellnesswochenenden im Luxushotel. Im Supermarkt gibt es Wellness-Salami zu kaufen, Wellness-Joghurt, Wellness-Tee und sogar Wellness-Futter für die vierbeinigen Mitbewohner. Im Fitness-Studio ist mittwochs immer Wellness-Tag, und im Kaufhaus informiert eine Wellness-Beraterin über die neuesten Produkte.

Wellness, wohin man schaut – aber fühlen wir uns deshalb tatsächlich “well”, also gut und entspannt?

Der Begriff “Wellness” soll vor allem verkaufsfördernde Wirkung haben. Was viele Menschen trotz aller Warenvielfalt vergessen, ist, regelmäßig etwas für sich selbst zu tun.

Eine Auszeit nehmen, die Batterien wieder aufladen – das ist unverzichtbar, wenn man sich später wieder voller Energie seinen Pflichten widmen will.

Wer sich selbst – die eigene “Wellness“, wenn man so will, zu lange vernachlässigt, baut ab. Dauerstress beeinträchtigt das Herz und den Kreislauf. Die Folge sind Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte, die wiederum das Arteriosklerose-Risiko steigern. Auch das vegetative Nervensystem kommt mit Dauerstress nicht gut zurecht: Schlafstörungen, ein plötzlicher Tinnitus oder ein übersäuerter Magen können die Folge sein. Viele Menschen missachten jedoch die ersten Symptome. Es gilt, um jeden Preis erfolgreich zu sein. Wer nichts zu tun hat, wer nicht am Wochenende rund um die Uhr erreichbar ist (und auch angerufen wird), ist nicht wichtig. Vor allem Männer sind gefährdet, den Weg aus dem Hamsterrad aus den Augen zu verlieren.

Dabei ist ja gar keine vierzehntägige Kreuzfahrt oder ein zeitraubendes Abo im Fitness-Studio nötig, um der eigenen Gesundheit ein wenig Wellness zu gönnen. Ein täglicher kurzer Spaziergang senkt bereits messbar den Blutdruck. Bewegung baut Stress ab, und wer sein Gehirn regelmäßig mit frischem Sauerstoff versorgt, kann auch wieder kreativ denken. Ein leckeres Abendessen, ein duftendes Bad in der Wanne oder ein genussvoller Lese-Abend auf dem Sofa sind schnell verfügbare Wellness und entlasten außerdem den Geldbeutel.

Dabei sollten Sie sich zu nichts zwingen: Bewegungsmuffel müssen nicht auf einen Marathon hinarbeiten, und Sportskanonen sich nicht zwanghaft bei Zen-Yoga verbiegen. Wellness tut nur dann gut, wenn sie auch die Seele streichelt.

 

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